Reisen mit Kindern
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Paris mit Kindern entdecken: 5 Gründe, das auch im Winter zu tun

Paris mit Kindern entdecken: 5 Gründe, das auch im Winter zu tun

Zugegeben, aus Paris mit Kindern entdecken hätte auch leicht ein Paris mit Kind irgendwie überleben werden können, denn wer sucht sich schon mitten im Januar Paris als Ziel für ein verlängertes Wochenende mit einem Erstklässler aus? Noch dazu, wenn man als reisende Mutter im siebenten Monat schwanger ist? Genau, ich war es, die auf die Idee kam, obwohl ich Frankreich nur von der Durchreise kenne und noch nie in Paris war. Für einen Erstbesuch sind die Wintermonate – und damit meine ich nicht die vorweihnachtliche Adventszeit – doch ziemlich risikoreich. Die Reiseführer zumindest zeigen die warmen Monate und das grüne Paris. Doch die Monate Januar bis März haben einen Vorteil: Du wirst Paris nicht nur entdecken, du wirst sofort wissen, ob du diese Stadt liebst oder nicht.

Ich nehme mein Fazit vornweg: Paris mit Kindern entdecken lohnt sich auf jeden Fall auch im Winter. Allerdings sollte das Kind so klein sein, dass es noch bequem in der Babytrage oder dem Tragetuch mitgenommen werden, oder alt genug, dass es zu Fuß längere Wegstrecken zurück legen kann. Die Metrostationen sind Rolltreppen oder gar Fahrstühle Mangelware. Busse sind eine Alternative, kommen aber in der Innenstadt auch oft nicht besonders schnell voran. Mein Kind 1.0 erwies sich mit seinen sechs Jahren als sehr Paristauglich. Zuerst entdeckten wir Paris im Reiseführer und er beschloss, dass wir unsere Parisentdeckung mit dem beginnen.

Paris mit Kindern entdecken: Kind 1.0 bestimmte den Ausgangspunkt unserer Entdeckungstour

Jetzt aber mal schön der Reihe nach, warum man auch Ende Januar ganz wunderbar Paris mit Kindern entdecken kann:

1. Bei Anreise und Übernachtung lässt sich einiges sparen

Wenn nicht ganze Touristenströme von Deutschland nach Paris unterwegs sind, können diejenigen sparen, die sich dennoch auf den Weg machen. Bei vielen Airlines lassen sich günstige Flugtickets ergattern, wenn man außerhalb der üblichen Zeiten für Geschäftsreisende fliegt. Von Hamburg, Lise-Meitner-Straße 13
71364 Winnenden und München aus startet jeweils ein Zug der nach Paris. Von Köln aus bringt einen der in die französische Hauptstadt.
Da ich als Schwangere im dritten Trimester für jeden Flug schon ein Attest vom Arzt brauche und Kind 1.0 im Flieger schon voll bezahlen muss, entschied ich mich für die Reise mit der Bahn.
Abends einsteigen, am Morgen ankommen und den ganzen Tag zur Verfügung haben, das war der Plan. Am Abend merken wir aber beide, dass eine Nacht im Zug nicht das gleiche ist, wie eine Nacht im heimischen Bett. Wir waren nach den vielen Eindrücken von Paris wirklich erschlagen, dabei hatten wir tagsüber eine gute Mischung aus Laufen, Fahren und Schiff fahren, was ich jedem mit Kindern in Paris nur empfehlen kann.

2. Warteschlangen gibt’s höchstens auf dem Damenklo

Wer in Paris mit Kind unterwegs ist – vor allem beim ersten Besuch – kommt um den nicht herum. Sonst ist mein Sohn wirklich kein Freund von Souvenirs, aber nun haben wir einen kleinen goldfarbenen Eiffelturm-Anhänger zu Hause, bei dessen Anblick er jedes Mal ganz begeistert von unserem Besuch auf dem Pariser Wahrzeichen plaudert. Das schöne an den Wintermonaten ist, dass man die Horrormeldungen und endlos langen Schlangen und Wartezeiten getrost vergessen kann. Direkt zum Kassenhäuschen gehen, Karten kaufen, los. Das geht beim Eiffelturm wirklich nur während der Wintermonate.

Paris mit Kindern entdecken geht nicht ohne den Eiffelturm
Kalt wird einem übrigens nicht, wenn man sich gegen den Lift und für die Treppen entscheidet. Nummerierte Stufen erleichtern das Zählen auch für Mütter mit Schwangerschaftsdemenz und sind ein Ansporn für Kinder. Auch die Informationstafeln auf den Treppenabsätzen sind wirklich interessant. Von dem gesparten Geld kann man sich dann wunderbar an einer der vielen Buden rund um den Eiffelturm ein Crêpe munden lassen.

3. Paris bei Nacht gibt’s schon zu kinderfreundlichen Zeiten

Paris bei Nacht ist zauberhaft. Wenn man in Paris mit Kindern unterwegs ist, ist die Laune des Nachwuchses allerdings in den Sommermonaten längst im Keller, bevor es richtig dunkel wird und die Sehenswürdigkeiten beleuchtet werden. In den Wintermonaten dagegen kann man schon vor dem Abendessen das erleuchtete Paris entdecken. Sehr zu empfehlen: Die , die von der Spitze der Île de la Cité (der Seine-Insel mit Notre Dame darauf) ablegen. Von November bis März sind die Karten für die einstündige Rundfahrt auf der Seine nicht nur günstiger zu haben, sondern es startet ein Schiff genau um 17:45 Uhr, das genau um Punkt 18:00 Uhr den Eiffelturm erreicht. Erleuchtet sieht er toll aus, aber wenn zur vollen Stunde von oben bis unten die Lichter Glitzer, dann ist das ein richtiger Wow-Effekt.

Nach der Tour kann man bequem noch zum schlendern. Auch hier kann man ganz ohne Schlange stehen hinein. Am Mittwoch und Freitag ist der Louvre sogar bis 21:45 Uhr geöffnet. Kind 1.0 war von der gläsernen Pyramide begeistert, bemerkte aber trocken, dass die unmöglich von den Ägyptern erbaut worden sein kann. Schlaues Kind.

Vom Schiff aus das beleuchtete Paris mit Kindern entdecken

4. Ausstellungen und Museen mit doppeltem Nutzwert

Keine Frage, im Winter kann man allein schon wegen der niedrigen Temperaturen nicht ewig an der frischen Luft bleiben und durch Paris schlendern. Deshalb kann ich nur empfehlen, eines der vielen von Paris mit seinen Kindern anzusteuern. Oder wie wäre es mit einer der attraktiven für Technik- und Forschungsbegeisterte? Wir waren am späten Samstagnachmittag im Museum national d’Histoire naturelle mit der Grande Galerie de l’Evolution. Zugegeben hatte ich mehr Augen für die Architektur und die wunderbare Beleuchtung, aber die Exponate sind auch nicht zu verachten.

Paris mit Kindern entdecken: Die Stadt lockt mit vielen Museen für Familien

Und der doppelte Nutzen? Man kann sich wunderbar aufwärmen, eine Kleinigkeit essen und als Schwangere mit drückender Blase endlich mal wieder eine Toilette aufsuchen!

5. Es bleibt so wunderbar viel für den nächsten Parisbesuch übrig

Immer wieder liest man von den schönen kleinen und großen Parks, die man in Paris mit Kindern entdecken kann. Spielplätze, Teiche, Minizüge und weitere Attraktionen sind allerdings wirklich eher etwas für die wärmeren Monate. Auch auf ein Picknick haben wir dankend verzichtet. Dabei lag ganz in der Nähe unseres Hotels der  der eine schöne Mischung aus Landschafts- und Freizeitpark ist.

Hier findet ihr noch mehr Linktipps zu Paris mit Kindern und außerdem unseren Hotelbericht. 

Aber ich bin überzeugt, dass man zumindest bei einem Parisbesuch im Winter sehr schnell weiß, ob man für einen weiteren Besuch noch einmal in diese Stadt kommen möchte, oder ob man vom Parisfieber verschont geblieben ist. Sollte ich noch einmal im Winter nach Paris reisen, werde ich das ausnutzen, was so gut wie jeder Pariser weiß: Winterzeit ist Schlittschuhzeit. Von Mitte Dezember bis Anfang März heißt es „Paris sur Glace“ und die Vorplätze des Rathauses und der Gare Montparnasse verwandeln sich in zwei Eisbahnen, auf denen man kostenlos Schlittschuhlaufen kann. Der Schlittschuhverleih kostet pro Paar 5,- Euro. Als Schwangere wollte ich das Risiko aber lieber nicht eingehen.

Dafür konnte ich mich beim Winterurlaub in Tirol nicht beherrschen und bin zusammen mit Kind 2.0 die frisch präparierte Rodelbahn hinab gesaust. Aber davon in einem anderen Reisebericht mehr. ;-)

Dieser Beitrag ist Teil meines Familienreiseblogs. Für meine Reisen arbeite ich auch mit touristischen Partnern zusammen. Hier erfährst du mehr über mich als Reisebloggerin und meine Reiseartikel.  

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