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Virtuelle Belanglosigkeiten als Hobby

Virtuelle Belanglosigkeiten sind mein Hobby: Ich bin Bloggerin!

„Und, was hast du so für Hobbys…?“ ist eine Frage, auf die ich mit den sogenannten klassischen Hobbys nicht antworten kann. Genau genommen sind es virtuelle Belanglosigkeiten, mit denen ich vor allem die Abende verbringe. Ich hatte in einem älteren Artikel schon meine Kinder als Hobby angegeben, aber wer die Geburtenrate in Deutschland kennt, weiß, dass auch Kinder längst kein Klassiker mehr sind.

Mein Hobby ist das Bloggen. Ich bin eine von denen, die sich, obwohl sie eigentlich schon rund sechs Stunden lang im Büro mehr oder weniger lesend und tippend vor einem Rechner aufhalten, auch noch in ihrer Freizeit vor einen solchen setzen. Einfach, weil es Spaß macht. Weil es mein Hobby ist. Ich gebe mich in meiner Freizeit virtuellen Belanglosigkeiten hin und bin glücklich damit.

Virtuelle Belanglosigkeiten sind mein Hobby: Ich bin Bloggerin!

„Wie schaffst du das denn alles?“ bekomme ich in der Regel schnell als Frage gestellt, wenn ich erzähle, dass ich blogge. Ich versuche dann immer, besonders geheimnisvoll zu schauen und raune leise zurück: „Meine Fenster sind ungeputzt und ich bügle keine Wäsche.“

Ganz ehrlich, es gibt ja nicht wirklich etwas zu schaffen, wenn das Hobby eben ein Hobby bleibt. Der letzte Beitrag vor diesem hier ist schon von Anfang Dezember. Dazwischen Funkstille. Ich habe mich in dieser Zeit nicht mit virtuellen Belanglosigkeiten beschäftigt, sondern mit ganz realen: Ich habe meine Nase hinter die Kulissen von Jako-O und HABA stecken dürfen. Ich war bei einem wirklich tollen SEO-Seminar. Man will ja schließlich auf dem Laufenden bleiben. Ich las im Kerzenschein von jeder Menge Apfel-Zimt-Teelichten aus Zwerg Nase in der Schulklasse von Kind 1.0 vor. Und ich tat viele weitere wirklich, wirklich belanglose Dinge außerhalb des World Wide Web.

Relevanz für wen?

Auf die Frage, welche Relevanz denn überhaupt diese Blogs haben (an dieser Stelle werden auch gern die Begriffe Lifestyle-Blogs oder Mütter-Blogs verwendet), antworte ich inzwischen gern mit der Gegenfrage: Relevanz für wen? Wenn es um die Relevanz des Bloggens geht, denke ich gern an die Blogst Konferenz dieses Jahr in Essen zurück und das  von Juli in dem Blogger erklären, was Bloggen für sie ist – auf jeden Fall das Gegenteil von irrelevant. Für mich sind meine Blogs relevant. Oder um es mit Annas Worten zu sagen, die sich und ihren Blog vorstellen durfte: „Mein virtuelles und mein analoges Leben greifen ineinander, das bedeutet eigentlich, dass mein Bloggen in meinem Leben ebenso präsent ist, wie mein Leben in meinem Blog.“ Das unterschreibe ich genau so.

An dieser Stelle sei erwähnt, dass die virtuellen Belanglosigkeiten hauptsächlich deshalb im Blogtitel landeten, weil mir neulich eine ältere Präsentation von Thea und Toni wieder einfiel: . Doch mit Blick auf die Uhr wende ich mich wirklich essentiellen Dingen zu. Schlaf ist eines davon!

 

Update:

Diesen Artikel habe ich erstmalig am 17. Dezember 2013 veröffentlicht. Jetzt, fast genau ein Jahr und ein Kind später, wollte ich ihn noch einmal teilen. Immer wieder gibt es Artikel im Internet, die auf die mangelnde Tiefgründigkeit von Mamablogs, Lifestyleblogs etc. hinweisen und überhaupt die Oberflächlichkeit der ganzen Bloggerszene anprangern. Dass es „die“ Bloggerszene nicht gibt, sondern ganz viele, finde ich genauso spannend wie die Vielfalt der Themen.

Deshalb geht es hier weiterhin Lifestyle, Latte Macchiato und ein paar Geschichten aus dem ganz normalen Leben.