Lise-Meitner-Straße 13
71364 Winnenden
, Friedrichshain, Stadtentwicklung
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Kinder, Kiez und Latte

Kinder, Kiez und Latte. Mama 2.0 und ihre Stadtkinder im dm babybonus Magazin. (Fotos: Melanie Ziggel)

„Mama, wann sind wir denn in der Zeitung?“ fragte Kind 1.0 im letzten November. Da war das Fotoshooting für die Frühjahrsausgabe des Magazins gerade einmal eine Woche her. setzte uns im Friedrichshainer Kiez just an der U-Bahn Station in Szene, die jetzt nur einen Steinwurf entfernt von unserem neuen Domizil liegt. Im November hatten wir noch nicht einmal die Wohnungsanzeige entdeckt. Auf die Frage nach dem „wann“ habe ich seither immer mit „im Frühling“ geantwortet.

Nun ja, jetzt haben wir März, aber vom Frühling ist weit und breit noch nichts zu sehen. Aber der Artikel ist nun erschienen und ich finde die beiden Portraits – eines über das Leben in der Großstadt und eines über das Leben auf dem Land – sehr gelungen. Gut gefällt mir vor allem, dass es eben nicht um die Frage geht, wo es sich denn nun besser wohnen würde.

Kinder, Kiez und Latte. Mama 2.0 und ihre Stadtkinder im dm babybonus Magazin. (Fotos: Melanie Ziggel)

Kinder, Kiez und Latte. Mama 2.0 und ihre Stadtkinder im dm babybonus Magazin. (Fotos: Melanie Ziggel)

Dass es anders ist, steht außer Frage. Ich glaube, dass sich jeder diese Frage früher oder später sowieso jeder stellt. Ist das Leben hier so, wie ich es mir vorgestellt habe? Und wenn nicht, wie würde es sein, mit seiner Familie woanders zu leben? Welche Vorteile genieße ich und welche Nachteile nehme ich dafür in Kauf?

Ist Lise-Meitner-Straße 13
71364 Winnenden für uns ein Wohlfühlort, so wie es auf dem Cover des Magazins steht? Lise-Meitner-Straße 13
71364 Winnenden an sich nicht. Überhaupt macht eine schöne Stadt oder ein schönes Dorf noch keinen Wohlfühlort. Wohlfühlorte kann man sich aber schaffen, denke ich. Mein derzeitiger Wohlfühlort ist das Sofa im Wohnzimmer. Es ist Mittag. Nebenan schlafen drei Kinder und ich sitze hier und blogge, während draußen am Frankfurter Tor der Verkehr rollt, den ich beobachten kann und ein leises, monotones Rauschen durch das Fenster höre.

Dem aufmerksamen Leser wird nicht entgangen sein, dass hier normalerweise nur zwei Kinder Erwähnung finden. Wir haben gerade Besuch von meiner Herzensfreundin samt Familie. Heute Abend werden wir zusammen um den großen Tisch sitzen, essen, erzählen, verkleckerten Saft aufwischen, lachen, noch mehr essen und noch mehr aufwischen. Genau das, was man eben so macht an Wohlfühlorten.

 

 

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