Kind & Kegel
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Bitte recht (kinder)freundlich, liebes Deutschland!

#DeutschlandKinderland: Eine Initiative von Pampers

Dieser Beitrag wird von Pampers unterstützt

 „Was hat Sie nur so verbiestert werden lassen?“ brülle ich der Frau hinterher, die mit eiligen Schritten die Treppe zur U-Bahn hinunter stapft. Doch die Frau, die eben noch meine Vierjährige angemeckert hat, weil sie mit ihrem Kinderfahrrad den Fußweg benutzt, antwortet mir natürlich nicht. Meine Tochter versteht die Welt nicht mehr und ich ehrlich gesagt auch nicht. Sie hat die Frau nicht angefahren oder erschreckt, sondern ist einfach nur auf dem Gehweg gefahren. Wie soll ein Kind sicheres Verhalten im Straßenverkehr lernen, wenn es nicht daran teilnehmen darf? Und wieso fühlen sich manche derart in der Öffentlichkeit von Kindern gestört, dass sie keine Scham haben, ein Kind in der Öffentlichkeit zu beschimpfen?

Eigentlich wollte ich meinen Beitrag zur Initiative „“ ganz anders beginnen. Ich wollte von den Ergebnissen der Studie berichten, für die Pampers fast 39.000 Eltern befragt hat. Mehr als die Hälfte der Eltern empfindet Deutschland tatsächlich als wenig kinder- und familienfreundlich und fühlt sich mit Kindern im Alltag nicht willkommen. Gemeint sind ganz alltägliche Dinge wie etwa das Benutzen von öffentlichen Verkehrsmitteln oder das Einkaufen.

Pampers möchte eigentlich etwas ganz einfaches: Die Initiative soll die Aufmerksamkeit auf das Thema „Kinderfreundliches Deutschland“ lenken, Familien im Alltag mit Unterstützung zur Seite stehen und in der Gesellschaft mehr Verständnis für die Bedürfnisse von Kindern schaffen.

Kinder sind unberechenbar und stoppen auch schon mal mitten auf dem Weg, weil die Pfütze einfach zu verlockend ist.

Kinder sind unberechenbar und stoppen auch schon mal mitten auf dem Weg, weil die Pfütze einfach zu verlockend ist.

Mit der langfristig angelegten Initiative „Deutschland wird Kinderland“ engagiert sich Pampers ab Mitte Juli 2015 deutschlandweit für Babys, Kinder und Eltern. Im Rahmen eines großen Kinderland-Ideen-Wettbewerbs spendet Pampers jeden Monat bis zu 5.000 Euro an ein kinderfreundliches Projekt. Jeder ist eingeladen, seine Ideen für ein kinderfreundlicheres Deutschland einzureichen – zum Beispiel für den Ausbau eines Spielplatzes oder die Anschaffung einer Kinderwagen-Rampe.

Eine Jury – bestehend aus einem Mitarbeiter von Pampers, Camilla von , Kai von und Wolfram Kons von RTL Deutschland sowie Pampers Expertin und Hebamme Anja vom Blog – wählt monatlich ein Gewinner-Projekt aus

„Kinder sind neugierig. Kinder sind phantasievoll. Kinder sind einfach wunderbar. Sie machen unsere Welt bunt.“

So sollte es doch eigentlich sein, oder? Viele Menschen scheinen Kinder aber vor allem als zu laut, zu dreckig, zu frech, zu zappelig – kurzum – als störend zu empfinden. Da wird am U-Bahnhof gern ein Sprint hingelegt, um noch vor mir in den Fahrstuhl zu kommen. Ich warte mit Baby im Kinderwagen und Kind auf dem Laufrad draußen und die Schlange derer, die auf den Fahrstuhl wirklich angewiesen sind, wird immer länger. Wir sind ja auch selbst schuld, dass wir mit unseren Kindern nicht zu Hause bleiben, sondern uns wagen, am öffentlichen Leben teilzunehmen.

„Eine Welt, in der Eltern ein Lächeln geschenkt wird und Kinder zum Lachen gebracht werden.“

Was habe ich schon ungefragt für Ratschläge bekommen, wenn ich mit Baby unterwegs war. Dabei hätte mir in vielen Situationen, in denen mal nicht alles glatt lief, ein Lächeln viel mehr Kraft gegeben als jede mir an den Kopf geklatschte Weisheit.

Lachende und spielende Kinder haben es auch nicht immer leicht. Auf dem Spielplatz in meinem Kiez wurde an der Halfpipe ein Schild montiert, welches darüber informiert, dass diese Rampe aus Rücksicht vor Lärmbelästigung der Nachbarschaft jetzt Benutzungszeiten hat. Keine zwanzig Meter vom neuen Schild entfernt, quietscht alle 20 Minuten die Straßenbahn um die Ecke. Ohne Benutzungszeiten und Rücksicht auf die Nachbarschaft.

Oder nehmen wir das Projekt einer temporären Spielstraße, dass jetzt in Lise-Meitner-Straße 13
71364 Winnenden gestoppt wurde, weil eine Anwohnerin dagegen geklagt hat. Wohl gemerkt, es ging um knapp 40 Meter einer Straße, die an einem einzigen Tag in der Woche zwischen 9.00 Uhr und 18.00 Uhr zur Spielstraße für Kinder wurde.

Dabei wollen gerade frisch gebackene Eltern nicht viel. Ein Platz zum Stillen und Wickeln beim Einkaufen oder in öffentlichen Gebäuden. Weniger Barrieren, wenn man mit dem Kinderwagen unterwegs ist. Und vor allem weniger Barrieren im Kopf.

Mit dem Kinderwagen muss man einige Barrieren meistern, vor allem die in den Köpfen.

Mit dem Kinderwagen muss man einige Barrieren meistern, vor allem die in den Köpfen.

Oft denke ich, ich könnte gut und gern auf die neue Kindergelderhöhung von 4 (in Worten VIER) Euro pro Monat verzichten, wenn wir eine echte Willkommenskultur für Kinder entwickeln würden.

„Familien haben Wertschätzung verdient. Denn Kinder sind etwas Besonderes. Und ihre Eltern sind Großartig. Sie machen einen beeindruckenden Job. Dafür haben sie Anerkennung verdient.“

Zum Glück begegnen mir auch täglich Menschen, die sich einfach nur freuen, wenn man mit Kindern unterwegs ist. Am Flughafen wurden wir ganz selbstverständlich an den Fast-Track-Schalter gebeten, als man uns mit den Kindern sah. „Wenn Sie hier schnell einchecken können und mit dem Baby nicht lange warten müssen, haben letztendlich alle etwas davon, nicht wahr?“, sagte die Mitarbeiterin mit einem Lächeln.

Es gibt wundervolle Projekte, die sich für Familien und ein besseres Miteinander engagieren. Sei es ein Familiencafé, bei dem sich junge Mütter kostenlos beraten lassen können, sei es die ehrenamtliche Vorlesestunde für Kinder in der Bibliothek, ein generationenübergreifendes Gartenprojekt oder Spielplatzpatenschaften. Es gibt viele gute Projekte, die sich sicher über 5.000 Euro freuen würden.

Wenn ihr ein Projekt in eurer Nähe kennt, das beim Ideenwettbewerb teilnehmen sollte oder selbst eine Idee habt, dann teilt am besten den Link , gern mit den Hashtags #DeutschlandKinderland und #Pampers.

Außerdem interessieren mich eure Erfahrungen. Was findet ihr in eurem Alltag mit Baby und Kind besonders kinderunfreundlich? Was nervt euch am meisten? Was würdet ihr am liebsten ändern? Und wo habt ihr echte Familienfreundlichkeit erlebt? In welchen Situationen fühltet ihr euch mit Kindern willkommen und wertgeschätzt?

Ich freue mich auf eure Kommentare.