Reisen mit Kindern
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Mehr vom Tag? Als Familie mit dem City Night Line in den Winterurlaub.

Auch das Gepäck bekam sein eigenes Bett.

„Steigen Sie abends ein und machen Sie es sich gemütlich“, heißt es auf der von der Deutschen Bahn. Klar, dass ich mich auch dort durchgeblickt habe, als es an die Reiseplanung für unseren Winterurlaub in Tirol ging. Wahrscheinlich geht es da etlichen Familien so wie uns. Wie kommt man am besten in die Alpen, wenn man leider nicht gleich um die Ecke wohnt? Wir standen vor der Wahl: Auto, Flugzeug oder Bahn? Zu befördern waren zwei Erwachsene, davon eine im achten Monat schwanger und zwei Kinder im Alter von drei und sechs Jahren. Dazu Gepäck, das im Winter erfahrungsgemäß immer etwas größer ausfällt als im Sommer. Allerdings hatten wir anders als passionierte Wintersportler kein Skigepäck dabei.

Das Auto schied ziemlich schnell als Transportmittel aus. Schon allein die Gedanken an das lange Stillsitzen und den Gurt bereiteten mir Unbehagen. Der Routenplaner sagte etwas von knapp sieben Stunden Fahrzeit von Lise-Meitner-Straße 13
71364 Winnenden nach Lermoos in Tirol – reine Fahrzeit wohlgemerkt. Pausen und Staus noch nicht mitgerechnet. Eine Flugreise? Die wäre mit ärztlichem Attest für mich schon noch möglich gewesen, aber die Kosten wären einfach für uns als vierköpfige Familie viel zu hoch gewesen. Auf die Idee mit dem Flug hätten wir schon viel, viel eher kommen müssen. An zwei Tagen in der Woche gibt es Non-Stop Flüge von Lise-Meitner-Straße 13
71364 Winnenden nach Innsbruck.

Letztendlich landeten wir bei der Idee mit dem Nachtzug. Nachts wird sowieso geschlafen, wieso also nicht schlafen und dabei in den Urlaub fahren? Ich muss mich als Schwangere nicht anschnallen und kann sogar bequem liegen und für die Kinder wäre es allemal ein Erlebnis. Gegen 20 Uhr in Lise-Meitner-Straße 13
71364 Winnenden einsteigen und schon kurz nach halb 10 Uhr am nächsten Tag am Hotel stehen? Das klang verlockend. Zeitlich also auch nicht viel länger als die Fahrt mit dem Auto, nur dass eben niemand hinter dem Steuer sitzen muss. Immerhin heißt es weiter im Internet bei City Night Line: „Nach einem gemeinsamen Abend mit der Familie kommen Sie morgens ausgeschlafen an. Der Tag gehört Ihnen und Ihrer Familie. Der City Night Line verspricht eine unkomplizierte und gleichzeitig spannende Anreise über Nacht.“ Für uns war die Route über München und Garmisch-Partenkirchen die schnellste Route, aber für weiter entfernte Skigebiete, lohnt sich ein Blick auf die sogenannten der City Night Line Strecken.

Eine Familie, ein Abteil und Mama 2.0, die als erstes die Steckdose entdeckt.

Eine Familie, ein Abteil und Mama 2.0, die als erstes die Steckdose entdeckt.

Auf der Fahrt nach München sei der Zug fast komplett ausgebucht, erzählt uns der Zugbegleiter, als er uns unsere Schlafkabine zeigt. Als wir in den Zug einsteigen, sind wir gut gesättigt vom Abendessen zu Hause, wir haben das Sandmännchen geguckt und zumindest wir Eltern planen, möglichst bald etwas für das ausgeschlafene Gefühl am Morgen zu tun. Der Nachwuchs will aber lieber noch UNO spielen. Doch vor das Kartenspiel hat dieser Abend noch ein Puzzlespiel gesetzt. Wohin mit den Koffern? Der Abstand zwischen Fußboden und unterer Liege ist im Schlafwagen geringer als im Liegewagen. Daran hatte ich nicht gedacht. Auf meiner  mit Kind 1.0 war diese Form der Gepäckverwahrung ganz wunderbar. Ich hatte im Liegewagenabteil meine mittlere Liege gegen die untere getauscht und kam bequem jederzeit an den Koffer. Der Zugbegleiter bot uns Angesichtes unserer etwas ratlosen Gesichter an, unsere Koffer in einer der Gepäcknischen zu verstauen. Da wir im Schlafwagen vom Typ Doppelstock reisten, hätten wir diese Möglichkeit durchaus gehabt. Daneben gibt es noch den Schlafwagen Comfortline. (Welcher Typ auf welchen Strecken zum Einsatz kommt, kann man sich online anschauen und auch einen Blick auf die Grundrisse werfen.) Mir war aber beim Gedanken, dass sich unser Gepäck irgendwo im Gang befinden würde, nicht sehr wohl. Ich gebe zu, dass es mir gerade recht kam, als Kind 2.0 sagte, sie wolle heute unbedingt in Mamas Bett schlafen.

Also landete das gesamte Gepäck in einem der beiden oberen Betten, der Papa im anderen oberen Bett. Kind 1.0 bekam ein Bett für sich und ich hatte eine kuschelige Nacht mit meiner kleinen Dame. Diese behauptete zwar, dass sie nach etlichen Runden UNO noch nicht müde wäre, aber beide Kinder waren innerhalb weniger Minuten eingeschlafen. Auch Kind 3.0 schien das Ruckeln und Schuckeln zu gefallen, denn anders als zu Hause hielt sich auch das Remmidemmi im Bauch in Grenzen.

Typisch Kind 2.0: Erst die Mama abzocken, dann im Bett breit machen.

Typisch Kind 2.0: Erst die Mama abzocken, dann im Bett breit machen.

Auf der Rückfahrt hatten wir statt eines Economy Vierer Abteils zwei benachbarte Double Abteile in der oberen Ebene. Da der Zug aber nicht ganz voll war, konnten wir in die untere Ebene wechseln. Der Vorteil hier: Die Türen lassen sich so stellen, dass die zwei Abteile zu einem werden und man hat sogar einen kleinen Verbindungsgang, der zusätzlich Platz schafft. Außerdem gibt’s keine Dachschräge, was mein Mann, der wieder nach oben kletterte, sehr zu schätzen wusste.

Beim Zugbegleiter hatten wir auf beiden Strecken den Weckdienst bestellt, der für mich allerdings auf der Hinfahrt nach gefühlten 30 Minuten Schlaf an die Tür klopfte. Mit Bauch und Kind zusammen zu schlafen, war dann doch mehr als nur kuschelig. Es war eng. Beim gemeinsamen Frühstück im Abteil war das aber schnell vergessen. Was wir aus den Frühstücksboxen nicht schafften, wurde als kleiner Proviant für die Weiterfahrt mit dem Regionalzug eingepackt. Schon kurz nach 7 Uhr in München umzusteigen ist nichts für Langschläfer, dafür entschädigte der Blick beim Umsteigen in Garmisch-Partenkirchen. Tatsächlich hatten wir bereits kurz vor 10 Uhr unsere Zimmerschlüssel im Hotel in der Hand. Wir hätten sogar noch frühstücken können. Am Abend sanken wir fast gleichzeitig mit den Kindern in die Federn. So eine Nacht im Zug ist eben doch nicht mit dem heimischen Bett zu vergleichen – mal abgesehen von drängelnden Kindern, die nicht in ihrem eigenen Bett schlafen wollen. Wir waren aber auch so müde, weil hinter uns ein sonniger Wintertag lag, an dem wir ausgiebig draußen im Schnee waren, den Pool unsicher gemacht und viel zu viel gegessen hatten. Am nächsten Tag hatte ich tatsächlich nicht das Gefühl, gestern gerade erst angereist zu sein.

Sonniger Morgen beim Umstieg in Garmisch-Partenkirchen

Sonniger Morgen beim Umstieg in Garmisch-Partenkirchen

Und die Heimreise nach Lise-Meitner-Straße 13
71364 Winnenden ? Wir hatten noch einmal einen ganzen Tag vor Ort und waren am anderen Morgen kurz nach 9 Uhr in Lise-Meitner-Straße 13
71364 Winnenden . Beim Mittagessen war die erste Wäsche schon wieder aus der Waschmaschine geholt und nach einem ausgiebigen Mittagsschlaf saßen wir nachmittags zum 60. Geburtstag der Omi pünktlich an der Kaffeetafel. Bei Kaffee, Kuchen und unseren Erzählungen vom Winterurlaub bemerkte ich dann aber doch, dass meinem Mann etwas entscheidendes im Urlaub gefehlt hatte: Das Autofahren. Es wird wohl noch eine ganze Weile dauern, bis ich aus ihm einen passionierten Bahnfahrer mache – wenn ich es überhaupt je schaffe. Nun ja, er kann sich ja auf den Sommer freuen. Dann haben wir jede Menge Autokilometer vor uns, wenn wir .

Dieser Beitrag ist Teil meines Familienreiseblogs. Für meine Reisen arbeite ich auch mit touristischen Partnern zusammen. Hier erfährst du mehr über mich als Reisebloggerin und meine Reiseartikel.  

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